Ein breites Netzwerk regionaler Akteure am Start

Bundesweit dreizehn Laborprojekte werden in den kommenden drei Jahren erproben, wie das Leitbild einer kommunalen Öffnung für die Zivilgesellschaft in Gemeinden, Städten, Kreisen und Regionen umgesetzt werden kann. Hinter jedem »Regionalen Open Government Labor« stehen Teams aus vielfältigen kommunalen und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Sie repräsentieren eine enorme gesellschaftliche Breite. Die 13 Labore in 8 Bundesländern umfassen:

  • 42 Kommunen und kommunale Einrichtungen,
  • 59 zivilgesellschaftliche Organisationen,
  • sechs Hochschulen und eine Universität.

Zudem werden die Labore breit in das gesellschaftliche Umfeld der Region ausstrahlen und weitere Akteure, Institutionen, Initiativen und Netzwerke in ihre Arbeit einbeziehen.

Beginn der Laborarbeit mit einem zweitägigen Online-Workshop

Mehr als 60 Teilnehmer*innen nahmen am heutigen ersten Tag des Workshop teil, der zunächst dem gegenseitigen Kennenlernen und der Diskussion von Arbeitsweisen, Projektstrukturen und Kommunikationswerkzeugen diente. Der morgige zweite Workshop-Tag wird Gelegenheit geben, den Anspruch gesellschaftlicher Offenheit vor dem Hintergrund der aktuellen Situation zu reflektieren.

Open Government Labore als Innovations-, Arbeits- und Lern-Raum

Ziel der »Open Government Labore« ist es, regionale Entwicklungen durch ein besseres Miteinander von Zivilgesellschaft und Kommunalverwaltung positiv zu beeinflussen. Dabei spielen sehr unterschiedliche Themen eine Rolle: Vom Strukturwandel im Rheinischen Kohlerevier bis zur Zusammenarbeit von Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern bei der Entwicklung des Dienstleistungs- und Freizeitangebots im ländlichen Raum. Immer geht es darum, die Fähigkeiten und Kompetenzen der gesamten Gesellschaft für die regionale Entwicklung zu nutzen und die Attraktivität ländlicher Räume zu erhöhen.

Die dreizehn Labore haben im Vorfeld viele Ideen und Konzepte entwickelt, die während der Laufzeit des Projekts bis Ende 2022 umgesetzt werden sollen. Digitalisierung spielt dabei eine Schlüsselrolle: Die Vorschläge betreffen digitale Partizipation ebenso wie eine Plattform zur Bündelung regionaler Angebote oder die Nutzung offener Daten für die Regionalentwicklung. Am Ende der gemeinsamen Arbeit wollen die Labore Vorschläge machen, wie die Zivilgesellschaft bestmöglich in die Entwicklung vor Ort einbezogen werden kann.

Internetmeldung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat

> 16.6.2020 |Regionale Open Government Labore: Gemeinsam für eine bessere Region

Regionale Open Government Labore 2020 bis 2022

  • Labor Bad Belzig | Wiesenburg/Mark

  • Labor Bad Berleburg und Partnerkommunen

  • Labor Bergstraße / Odenwald | Transforum

  • Labor Brandis und Partnerkommunen

  • Labor Bremen, Bremerhaven und Partnerkommunen

  • Labor Gerbrunn | Würzburg

  • Labor Kreis Wesel | Essen | Lünen | Verwaltungsrebellen

  • Labor Kehl und Partnerkommunen | Eurométropole Strasbourg
  • Labor Landkreis Marburg-Biedenkopf und Partnerkommunen
  • Labor Merseburg | Schkopau | Saalekreis
  • Labor Merzenich | Kerpen
  • Labor Metropolregion Rhein-Neckar | Heidelberg
  • Labor Niederrhein: Moers, Geldern, Kleve

Text: M. Neutzner / BMI