Regionale Open Government Labore

Projektansatz

Ausgangspunkt für die Initiative ist das kommunale Bekenntnis zu den Prämissen des Open Government als Öffnung für die Interessen, Anforderungen und Fähigkeiten der Zivilgesellschaft vor Ort.

Mit den Regionalen Open Government Laboren sollen Räume entwickelt werden, in denen die vielfältigen Ansätze und Werkzeuge dieses Öffnungsprozesses anhand unterschiedlicher kommunaler Aufgaben und in unterschiedlichen Akteurskonstellationen erprobt werden können. Die Vernetzung der Labore untereinander soll die Möglichkeit schaffen, Erfahrungen auszutauschen, Erkenntnisse abzuleiten und Synergien zwischen den einzelnen Projekten zu erschließen. Im Ergebnis wird die mit Open Government verbundene Öffnung von Lokalpolitik und Kommunalverwaltung praktisch demonstriert, in ihren Wirkungen hinterfragt, motiviert und methodisch gestärkt.

Labor …

  • dient als Metapher für vielfältige Formen der Zusammenarbeit, d.h. für konkrete Orte, virtuelle Arbeitsformen, Netzwerke etc.;
  • muss in jeder Ausprägung eine zielgerichtete, intensive, partnerschaftliche Arbeit »auf Augenhöhe« ermöglichen;
  • soll erlebbar auf die lokale Gesellschaft und in die kommunalen Strukturen ausstrahlen;
  • muss mit anderen Labore vernetzt sein, um eine gemeinsame Reflektion und das Erschließen von Synergien zu ermöglichen.

Regional …

  • bedeutet das Beibehalten des kommunalen Fokus in der Entwicklung von Open Government,
  • jedoch eine räumliche und soziale Erweiterung auf Nachbarschaften und Regionen,
  • bedingt durch die Finanzierung aus dem »Bundesprogramm Ländliche Entwicklung« liegt der regionale Schwerpunkt nicht auf urbanen Zentren.

Labor als Lernraum

… mit vor allem folgendem Erkenntnisinteresse:

  • Sind die theoretischen Grundsätze in den vielfältigen kommunalen Aufgabenbereichen implementierbar?
  • Wie gelingt die Implementierung?
  • Welche Wirkungen sind erlebbar?
  • Wie ist die systematische und bewusste Entwicklung (Vertiefung, Verbreiterung) des Öffnungsprozesses möglich?

 

Informationen zum Projekt

Zeitliche Struktur

  • Antragstellung bis 31. Januar 2020
  • Mitteilung über Zuschläge bis 29. Februar 2019
  • Projektauftakt im März 2020
  • Projektzeitraum bis Ende 2022
    • 2020 bis 2022: sechs gemeinsame Workshops
    • Frühjahr 2021: Erarbeitung Zwischenfazit für zweiten Nationalen Aktionsplan im Rahmen der Open Government Partnership und öffentliche Regionalkonferenz
    • Sommer 2022: Erarbeitung Ergebnisdokumente
    • Herbst 2022: öffentliche Abschlusskonferenz

Workshops

  • jeweils zwei gemeinsame Workshops 2020, 2021 und 2022
  • jeweils am Standort eines Laborprojekts
  • jeweils durchgeführt durch zwei bis drei Laborprojekte gemeinsam
  • inhaltlich koordiniert und moderiert durch BMI / Begleitteam
  • Ziele
    • laufende Reflektion der Erfahrungen in den Laborprojekten
    • Vertiefen und Erweitern der Erkenntnisse zu kommunalem Open Government
    • Erschließen von Kooperationsmöglichkeiten und Synergien
    • Öffentlichkeitsarbeit zu kommunalem Open Government

Berichtspflichten

  • Zwischenberichte jeweils Ende 2020 und 2021
    • Arbeitsbericht: Aktivitäten und Ergebnisse
    • Vergleich Projektstand mit Arbeits-, Zeit- und Finanzplan
    • Ausblick, ggf. Planänderungen
    • Ergebnisse Öffentlichkeitsarbeit / Vernetzung
    • Verwendungsnachweis Fördermittel mit Erläuterung
  • Schlussbericht 2022
    • Arbeitsbericht: Aktivitäten, Ergebnisse, Zielerreichung
    • Ergebnisse Öffentlichkeitsarbeit / Vernetzung
    • Finanzbericht
    • Verwendungsnachweis Fördermittel mit Erläuterung

Förderung

  • Die Förderung erfolgt als Zuwendung.
  • Förderfähig sind:
    • Personalaufwände, die ausschließlich dem Laborprojekt gewidmet sind (auch bei zivilgesellschaftlichen Partnern);
    • Ausgaben für Leistungen Dritter (Beschaffung auf der Grundlage des Vergaberechts);
    • Sachausgaben im direkten Zusammenhang mit dem Laborprojekt (keine Investitionen);
    • Reisekosten.
  • Die Zuwendungen müssen vorab in Jahresscheiben geplant (Ausgaben- und Finanzierungsplan) und prinzipiell im jeweiligen Haushaltsjahr ausgegeben werden.
  • Die Auszahlung wird jeweils beantragt.
  • Die Verwendung muss durch entsprechende Belege nachgewiesen werden.

Antragsverfahren

Antragssteller*innen

  • Die Beantragung ist durch eine Kommune oder eine zivilgesellschaftliche Organisation möglich.
  • Auch mehrere Anträge pro Labor sind denkbar – möglicherweise aber wenig praktikabel.
  • Die beantragende Organisation agiert als Koordinatorin des Laborprojekts. Sie ist Empfängerin der Zuwendungen. Sie kann Leistungen an Dritte vergeben.
  • Die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Projektbeteiligten eines Labors sollte durch Vereinbarungen geregelt werden.

Antragsunterlagen

> Zuwendungsantrag (Microsoft Word *.docx | 167 KB | nicht barrierefrei)
> Ausgaben- und Finanzierungsplan (Microsoft Excel *.xlsx | 20 KB | nicht barrierefrei)
> Fragen & Antworten zum Zuwendungsantrag (3. Fassung, 19.1.2020 | PDF | 143 KB | nicht barrierefrei)

Bewertungskriterien

  • Grad der Fokussierung auf Open-Government-Handlungsfelder (15 %)
  • Gesellschaftliche Relevanz des Projektgegenstandes (10 %)
  • Konkretheit / Messbarkeit der Projektergebnisse (10 %)
  • Kreativität und Innovationsgrad des Projektvorgehens / der Projektergebnisse (5 %)
  • Qualität der Kooperation Kommune – Zivilgesellschaft (20 %)
  • methodische Qualität der Laborarbeit (5 %)
  • Relevanz für den ländlichen Raum (35 %)