Labor Brandis & Kommunen im Partheland

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Beteiligte Institutionen

  • Stadt Brandis
  • Gemeinde Borsdorf
  • Stadt Naunhof
  • Gemeinde Großpösna
  • Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
  • Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.
  • Makerspace Partheland
  • PICTURE GmbH

Gesellschaftliche Themen/Problemstellungen, die im Labor bearbeitet werden

Das Labor Brandis will Veränderungen in Lokalpolitik, Kommunalverwaltung und lokaler Zivilgesellschaft anregen, um gemeinsam die Demokratie zu stärken und bessere kommunale Leistungen zu erreichen. Das Labor fokussiert bei der Entwicklung von Open Government die kommunale Ebene abseits urbaner Zentren; eine räumliche und soziale Erweiterung in die Nachbarschaft in weitere Regionen ist geplant.

»Labor« wird als Metapher für vielfältige Formen der Zusammenarbeit verstanden. Notwendig ist dafür eine zielgerichtete, intensive und partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Außerdem soll wirksame Öffentlichkeitsarbeit in Form eines erlebbaren Ausstrahlens in die lokale Gesellschaft und die kommunalen Strukturen betrieben werden. Die Vernetzung der Labore untereinander zur gemeinsamen Reflexion und dem Erschließen von Synergien wird als zentraler Bestandteil der Laborarbeit verstanden.

Projektziele/Mittel- und langfristige Wirkungen

Das Labor möchte als Kreativ-, Arbeits- und Erkenntnisraum gemeinsam, gleichberechtigt und innovativ an gesellschaftlichen Aufgaben arbeiten, konkrete Lösungen für konkrete Aufgaben finden und Erfahrungen und Erkenntnisse generieren, wie kommunales Open Government entwickelt und verbreitet werden kann. Außerdem soll eine bewusste und systematische Öffnung von Lokalpolitik und Kommunalverwaltung für die Interessen, Anforderungen und Fähigkeiten der vielfältigen, mobilen, digitalen und zunehmend globalisierten Gesellschaft in den Gemeinden, Städten und Kreisen gefördert werden. Besonderes Augenmerk liegt in diesem Kontext auf der Demokratieentwicklung, der Bewältigung des technologischen Wandels, der Bewältigung sozialer/demographischer Dynamiken, Nachhaltigkeit und Verwaltungsentwicklung.

Projektergebnisse: Angebote, Produkte, Nutzung

Das Labor möchte die Region in einem sich weiter differenzierenden und changierenden Europa der Regionen stärken und positive Implikationen, insbesondere im Hinblick auf einen Stadt-Umland-Austausch, setzen. Konkret strebt das Labor eine Einbindung der »Modellprojekte Smart Cities« an. Eine Kooperation im »Aktionsraum Partheland« sowie der Aufbau eines Makerspace Partheland sind geplant. Das Labor wird realräumliche Veranstaltungen und gemeinsam entwickelte Pilotprojekte durchführen, mit dem Ziel, diese auf andere Kommunen auszuweiten und zu übertragen. Außerdem sollen nutzbare Erkenntnisse auf der Basis von Open Data generiert werden.

Fokus: Open-Government-Handlungsfelder

Das Labor ist in den Bereichen Transparenz, dialogorientierte Beteiligung, Co-Produktion, Co-Kreation, Öffnung für Veränderung und Innovation, digitale Technologien, Öffnung von Daten sowie offene Organisationskultur tätig.

Arbeitsweise im Labor

In der Arbeitsweise des Labors wechseln Workshops zur Entwicklung und Evaluation mit Umsetzungsphasen ab. So werden in einem ersten Workshop (»Finden«) Methoden und Formate gesammelt, priorisiert und ausgewählt und in einem Befähigungsworkshop lokale Akteure auf die Umsetzung von Beteiligungsprojekten vorbereitet. In einer ersten Umsetzungsphase soll dann ein räumliches Regionales Open Government Labor geschaffen werden; dies beinhaltet den Aufbau eines Open Data-Portals, das Errichten von Demokratie- und Digitalisierungswerkstätten und den Aufbau eines Bürger-Informationsportals für die Region.

Im nächsten geplanten Workshop (»Lernen«) wird die erste Umsetzungsphase evaluiert. Die zweite Umsetzungsphase nimmt dann die Weiterentwicklung der Projekte aus Phase I in den Blick. Hier sind Pilotvorhaben zur Beteiligung, der Aufbau eines Makerspace Partheland, die Durchführung von Barcamps und der Aufbau eines LoRaWan-Netzwerks geplant.

Im Anschluss wird die zweite Umsetzungsphase erneut in einem Workshop (»Verbessern«) evaluiert. Die dritte Umsetzungsphase soll dann die dauerhafte Etablierung und Überführung der akzeptierten Formate in den Regelbetrieb forcieren. Sie wird im Anschluss im vierten Workshop (»Etablieren«) analysiert.

Es folgt eine letzte Umsetzungsphase und ein letzter Workshop (»Verstetigen«), der auf eine Finalisierung der aufgebauten Strukturen zielt

Ansprechpersonen

  • Arno Jesse
    Bürgermeister Stadt Brandis
    Arno.Jesse(at)stadt-brandis.de