Labor Merseburg | Schkopau | Saalekreis

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Beteiligte Institutionen

  • Merseburg Innovations- und Technologiezentrum GmbH
  • Stadt Merseburg
  • Gemeinde Schkopau
  • Landkreis Saalekreis
  • Hochschule Merseburg

Gesellschaftliche Themen/Problemstellungen, die im Labor bearbeitet werden

Das Labor Merseburg setzt sich thematisch mit den Demografie-bedingten Schwierigkeiten im Arbeitskräftebereich, den mit Personalmangel und geringen Budgets verbundenen Problemen in Verwaltungen, der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum sowie der Problematik eines geringen Interesses und einer schlechten Erreichbarkeit der Bürger*innen auseinander. Digitalisierung wird dabei im Projekt als Bottom-Up-Prozess verstanden.

Projektziele/Mittel- und langfristige Wirkungen

Mit seiner Arbeit möchte das Labor die Wertschätzung für die Region langfristig erhöhen. Die Vernetzung aller beteiligter Akteure soll gestärkt werden, um Synergieeffekte zu identifizieren und nutzbar zu machen. Ein Netzwerk aller Kommunen im Saalekreis soll entstehen. Das Labor strebt außerdem den Aufbau offener Manufakturen an, die allen die Möglichkeit zum aktiven Mitgestalten eröffnen. Ziel ist es, eine co-kreative Arbeits-, Forschungs- und Mitmachkultur dauerhaft zu verankern und die aktive Beteiligung von Bürger*innen zu fördern. Darüber hinaus sollen Bürgerdienstleistungen weiterentwickelt und verbessert, die digitalen sowie analogen Angebote der Region sichtbar gemacht werden. Dafür plant das Labor die Entwicklung einer digitalen, interaktiven Plattform und Wissensbox.

Projektergebnisse: Angebote, Produkte, Nutzung

Das Labor Merseburg möchte eine Öffnung von Lokalpolitik und Verwaltung erreichen: Die Zivilgesellschaft soll beispielsweise auf die digitale Verwaltung einwirken können. Unterstützungsleistungen von Bürger*innen für Bürger*innen, die Verwaltung, die Wissenschaft und die Wirtschaft sollen ermöglicht und unterstützt werden. Das regionale Serviceportal / eiD soll stärker in der Bevölkerung verankert werden, weitere und vielfältige Online-Services im Rahmen des OZG sind geplant. Außerdem soll es ein Lotsensystem und eine Anlaufstelle von Bürger*innen für Bürger*innen zum Austausch, Diskutieren, Ausprobieren und Lernen geben. So strebt das Labor ein verstärktes Interesse und die vermehrte Beteiligung der Bürger*innen in allen Formaten an.

Fokus: Open-Government-Handlungsfelder

Die Laborarbeit bewegt sich hauptsächlich in den Handlungsfeldern Transparenz, dialogorientierte Beteiligung sowie Co-Produktion und Co-Kreation.

Arbeitsweise im Labor

Die Laborarbeit begann Mitte Mai mit einer Kick-Off-Veranstaltung mit allen beteiligten Akteuren per Video-Konferenz. Zunächst plant das Labor, das Netzwerk aus Interessenten und weiteren Partnern aufzubauen und die Themen für Bürgerbefragungen, Interviews, Barcamps und Diskussionsrunden zu eruieren. Zentraler Bestandteil der Laborarbeit wird das Entwickeln und Etablieren von Workshops, Runden Tischen, Arbeitsgruppen, Barcamps und weiteren Formaten sein. Außerdem sollen Schulungen für Mitarbeiter*innen der Kommunen angeboten und Senioren sowie nicht Technik-affine Bürger*innen in Digital-Cafés an das Thema Digitalisierung herangeführt werden. Gegen Ende des Projekts ist eine Abschlusskonferenz geplant.

Ansprechpersonen

  • Grit Prüfer
    Merseburger Technologie- und Innovationszentrum
    g.pruefer(at)mitz-merseburg.de